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Diablo 3 Analysen

Diablo 3 Analysen

Post 02.07.2012, 10:36

Moinsen, ich bin Arno und BWL Student, ich denke das sagt schon den größten und wichtigsten Teil über mich aus, denn im groben gesagt wird es darum gehen das analytische Denken und beschreiben von Märkten aus dem Studium auf die virtuelle Welt in Form von Diablo 3 zu übertragen. Irgendwie fiel es mir unglaublich schwer irgendwelche Ansätze in diesem Themenbereich online zu finden, deshalb könnt ihr sicher sein, was hier gepostet wird ist unbestätigtes Halbwissen und lediglich die Schlussfolgerung eines BWL Studenten im dritten Trimester.
Ihr dürft jetzt lachen^^

Hier also das erste Thema:
Die Inflation des Goldes in Diablo 3

Inflation in Diablo III:
Einige der Spieler fragen sich wahrscheinlich warum die Preise für Items im Auktionshaus immer weiter steigen oder warum bei Ebay 3 Mil Gold immer weniger Geld kostet.
Nun hier ein Analyseversuch des inflationären Marktes in Diablo III:
Folgende Dinge sind zu berücksichtigen:
Eine Inflation ist ein Wertverlust des Geldes (Goldes), 1 Million Gold ist zu einem gewissen Zeitpunkt immer weniger Euro wert.
Der momentane Wechselkurs liegt bei: 1€=2 Million Gold
Das hängt damit zusammen, dass die Gesamtmenge an Gold die alle Spieler bei sich tragen steigt und somit später weniger Geld für Gold ausgegeben wollen als zu Beginn des Spiels, da zum Beispiel in der ersten Woche 1 Million Gold viel wertvoller war als jetzt.
Heißt der Verlauf der Inflation in diesem Spiel ist graphisch vorerst so darzustellen:

http://s14.directupload.net/file/d/2939 ... hk_png.htm

Es entspricht einem linearen Verlauf und bedeutet, dass jeden Monat der Wert des Goldes um genau denselben Betrag sinkt. Ich hoffe der Großteil denkt sich jetzt das es eigentlich nicht sein kann, denn zu Beginn des Spiels konnte man viel langsamer Gold erspielen und die Mengen an gedroptem Gold waren viel geringer, und auch der Wert der verkauften Items war wesentlich geringer bis zu einem gewissen Punkt im Spiel. Je mehr Spieler also im Spiel
fortgeschritten waren, umso mehr Gold wurde erspielt und die Inflation wurde stärker, dazu kamen die immer professioneller werdenden Goldfarmer. Somit stieg die Menge an Gold im
Spiel mit der Zeit rasant an.
Es muss also eine Korrektur der Inflationskurve stattfinden:

http://s1.directupload.net/file/d/2939/66jrs54p_png.htm

Hier ist nun ein exponentieller Verlauf zu betrachten, heißt also das die Inflationsrate immer mehr zunimmt. Ich hoffe auch das kommt euch spanisch vor, denn das würde bedeuten, dass wohlmöglich übermorgen 1€ 3Mil Gold entspricht und in einem Monat 1€ 100 Mil Gold entspricht. Die Kurve muss also auch nach oben hin begrenzt sein. Und hier kommt Blizzard ins Spiel, wie einigen schon aufgefallen ist bekommt man beim Verkauf eines Items im Auktionshaus nicht den Wert für den man ihn verkaufen wollte. Blizzard erhebt eine Transaktionsgebühr von 15% des Preises. Dieses Gold wird effektiv aus dem Goldkreislauf genommen, was der Inflation entgegen wirkt.
Genau genommen kann also nur eine Inflation verhindert werden, oder rückgängig gemacht werden, wenn Gold aus dem Kreislauf genommen wird, und zwar mehr als erspielt wird.
Der nominelle Wert der Gebühren hat 2 Möglichkeiten sich zu erhöhen:
einmal durch eine Erhöhung der Transaktionsgebühren in % und andererseits durch das vermehrte Nutzen des Auktionshauses. Wobei beide Punkte unmöglich gleichzeitig zutreffen können, man muss sich also im Hause Blizzard für eine Möglichkeit entscheiden. Denn für noch mehr als 15% würde das Nutzen dieser Verkaufsmöglichkeit nur zurückgehen.
Nun welche anderen Möglichkeiten hat Blizzard noch?
Sie können nicht nur das Geld was aus dem Kreislauf genommen wird erhöhen, sie können genauso gut den Goldwert der
erspielt wird verringern. Und das durch folgende Aktionen:
- senken der Menge an gedroptem Gold
- senken des Verkaufspreises von gedropten Items oder senken der Dropchance für teuer verkaufbare Items
- erhöhen der Kosten für Heiltränke/Manatränke oder senken deren Dropchance oder senken der Dropchance von Heilkugeln
- erhöhen von Reparaturkosten für Items
- erhöhen der Kosten um Edelsteine zu entfernen oder herzustellen
- erhöhen der Schmiedekosten
- einführen von anderen Berufen die viel Gold verschlingen
Und hier Kritiker anzusprechen, es wird viel gemeckert das Schmieden nur wenig gute Items hervorbringt, wen wundert es, es ist ja auch
dafür gedacht Gold aus dem Kreislauf zu entfernen um der Inflation entgegen zu wirken. Man macht also alles bezüglich der Inflation richtig wenn man sein Gold da rein investiert. 
Und auch in den Berufen ist ein Unterschied zu WoW zu sehen, denn nur 1 Beruf schafft es derzeit nicht die Inflation niedrig zu halten, es müssen also andere Möglichkeiten gefunden werden Gold zu entfernen. Zum Beispiel der Verkaufspreis von Items, worüber sich auch sehr viele Leute zu Beginn des Spiels beschwert haben.
Und um einen zusätzlichen Punkt zu nennen: Die Interaktion zwischen den Spielern zum Handeln wird möglichst gering gehalten um ein Handeln mit Gebühren zu gewährleisten,
da dies der effektivste Weg der Antiinflation ist, deshalb gibt es noch keine Ingameforen/Channel etc.

Trotz allem hat Blizzard viele Möglichkeiten den Wechselkurs € in Gold zu verändern. Die Frage ist nur welcher genaue Wert angestrebt wird. Genau dieser Punkt ist gerade
für Investoren in Gold interessant, denn sollte das Gold irgendwann nochmal mehr als 2€ pro Million wert sein, lässt sich hier ein rentables Geschäft erahnen, ähnlich dem Aktienmarkt. Es lässt sich also nur spekulieren welchen Wechselkurs Blizzard derzeit anpeilt. Da Zahlen bezüglich des im Spiel befindlichen Goldes nicht für den normalen Nutzer verfügbar sind, kann man im Moment nur hoffen das noch alles nach Plan im Hause Blizzard verläuft. Dazu hier die letzte Abbildung des Inflationsgraphen.

http://s7.directupload.net/file/d/2939/z7vg83l8_png.htm

Ich hoffe keiner versucht jetzt den Verkaufswert der Items im Auktionshaus hiermit zu begründen, denn hierbei ist zu beachten, dass es annähernd unmöglich ist die guten
oder sehr guten Items aus dem Pool zu nehmen. Es werden also immer mehr top Items den Weg in die Inventare finden und somit auch ins Auktionshaus. Das Preisniveau wird
also trotz der aufkommenden Inflation immer weiter sinken, da die Menge an guten Items zunimmt. Es wird also auch für euch die letzte Schwierigkeit bald machbar sein, ihr
müsst nur fleißig warten, aber dazu später mehr.



Ich habe die ganze Datei auch nochmal als Anhang hinzugefügt.
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Zernichter
1Base All-inner
 

Re: Diablo 3 Analysen

Post 02.07.2012, 19:59

erstmal nett zu lesen :)

wobei ich finde, dass die ganze Analye nur an der Oberfläche kratzt und man theoretisch noch viel mehr Faktoren in Betracht ziehen müsste, die aber praktisch schwer zu definieren sind.
Zum Beispiel hat man als gegenläufigen Effekt, dass Leute aufhören zu spielen und damit Geld aus dem Kreislauf genommen wird. Dabei müsste man aber beachten, dass wohl eher die "Casuals" aufhören zu spielen, die unterhalb des durchschnittlichen "Kontostandes" der Spieler stehen. Der gegenläufige Effekt zu diesem gegenläufigen Effekt wären dann neue Spieler.

Oder auch der Preis von Items an sich: Am Anfang (pre Patch 103) waren nur wenig Leute in der Lage die wirklich guten Items (ilvl63 aus Akt 3/4 inferno) zu finden und zu verkaufen. Daher waren sie extrem teuer. Die "durchschnittlich guten" Items, die in Akt1 Inferno gedroppt sind waren aber, aufgrund der vielen dort farmenden Spieler, sehr häufig im AH zu finden, so dass die Preise durch das steigende Angebot gesunken sind. Hier könnte man noch betrachten, dass viele Leute selber gute Items beim Farmen gefunden haben und so die Nachfrage sinkt.

Jetzt ist es so, dass viele Spieler bis Akt 4 hoch farmen können und gleichzeitig die Drop Chance für (zB) ilvl63er Items in allen Akten gestiegen / überhaupt erst vorhanden sind. Heisst: Viel mehr gute Items und mehr sehr gute Items sind im Umaluf, sprich AH. Der Bedarf an guten Items geht aber zurück, der Bedarf an den topp Items steigt aber. Man hat also ein sehr starkes Gefälle, was die Preise angeht.

Theoretisches Beispiel:
früher:
Waffe 800 DPS = 1 Mio
Waffe 900 DPS = 1,5 Mio
Waffe 1000 DPS = 2 Mio

jetzt:
Waffe 800 DPS = 0,5 Mio
Waffe 900 DPS = 0,6 Mio
Waffe 1000 DPS = 5 Mio

(klar, völlig unrealistische Zahlen. Bsp nur um den Punkt zu verdeutlichen)

Was ich sagen will: Die "Preis Schere" geht weiter auf, wodurch eine Deflation bei "guten Items" und eine Inflation bei "sehr guten Items" herrscht.

Dann muss man sich Gedanken machen, was "gute" und "sehr gute" Items sind, was Spiel abhängig ist. Bestes Beispiel dafür sind die Items mit Attack Speed vor und nach dem Nerf.

Ein anderer Punkt, der es erschwert Analysen zu erstellen, sind zB auch noch, dass man keinen perfekten Informationsfluss hat, da das AH ein scheiss Interface hat. Es ist sehr sehr schwer und zeitintensiv genau herrauszufinden, wie viel mein Amulett mit Stat A,B,C,D,E Wert ist, da ich nur nach maximal 3 Mindestwerten suchen kann. ZB A,C und D oder A,B und E oder .. Aber was ist die Kombination aus allen 5 Stats wert? Man kann ja nicht mal ähnliche Items auf eine "Beobachtungsliste" setzen und über die Zeit vergleichen, also hat man nur Momentaufnahmen. Das Resultat sind sehr schwankende Preise, grade bei "sehr guten Items".

Ein anderer Punkt: Der Wert von Gold wird auch maßgeblich von Gold Farmen bzw Bottern beeinflusst. Werden die Bots besser und weiter verbreitet sinkt der Preis. Greifen die "Anti Bot" Maßnahmen von Blizzard besser, steigt der Preis.

Das sind jetzt nur 2-3 Gedanken, die ich on the fly angerissen hab, die aber wichtig sind, um den reellen Wert vom Gold zu errechnen bzw zu prognostizieren.

Fazit:

Einen generellen Trend der Inflation gibt es auf jedenfall, aber es ist schwer zu konkretiesiren, wo diese Inflation auftritt: Nur bei "guten" oder auch bei "sehr guten" Items?

Eine Prognose zu erstellen, wie sich der Preis für Geld bzw Gold entwickelt ist sehr schwer.



Meine BWL'er Zeiten sind schon ein bischen her, bin also nicht mehr ganz frisch in der Materie, aber ich finde es auf jedenfall interessant D3 unter solchen Aspekten zu betrachten. Um die wirkliche Aussagekraft solcher Analysen zu bewerten fehlen einfach viele Faktroren, die man über längere Zeit betrachten müsste, aber um eine generelle Aussage zu machen, nämlich, dass das Gold eine Inflation erfährt, reicht es aus :)
TakeTV Staff
IRC: TaKeTV|dantex
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dtx
2Base Pusher
 

Re: Diablo 3 Analysen

Post 02.07.2012, 20:17

Nichts gegen deine Aufwand, aber dafür braucht man kein BWL Studium oder Diablo 3 gespielt zu haben. Inflation lernt man auch in diesem Umfang in der Oberstufe.

Da kann ich meinem Vorredner nur anschließen, das kratzt extrem an der Oberfläche und sind Grundprinzipien die in jedem Online-RPG auftreten.

Die Preisschere ist ein sehr gutes Beispielt, das man in jedem Online-RPG betrachten kann.

Problematisch und Neu im Vergleich zu MMORPGs ist es, dass keine Items aus dem Kreislauf verschwinden und damit starken, dauerhaften Einfluss auf die Preiseffekt haben.

mfg
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Re: Diablo 3 Analysen

Post 03.07.2012, 10:38

Vielen Dank erstmal fürs erste Feedback. Es hilft zumindest in Zukunft meine Gedanken anders zu formulieren. Ich hoffe ihr habt mich nicht falsch verstanden, mein Anspruch war es nicht eine wissenschaftliche Diss zu schreiben, sondern alles simpel zu formulieren das auch ein 12 jähriger es nachvollziehen kann. ^^

Die Sache mit den Items werde ich in Zukunft weiter beleuchten, genauso werde ich das Echtgeldauktionshaus mal miteinbeziehen. Wobei eine mögliche Manipulation von Blizzard im Vordergund stehen wird. Hierbei ging es nur um einen Überblick zu den Goldsachen. Trotzdem danke für die ersten Anregungen.

Wie dtx schon gesagt hat fällt es leider schwer genaue Aussagen zu treffen, da die Bedingungen unter denen man sich Fakten einholen kann sehr schwierig sind. Man muss einen riesen Aufwand betreiben um beispielsweise die durchschnittliche Menge an Gold pro Spieler herauszubekommen um den Markt an Items in Interessengruppen zu unterteilen und so seinen eigenen Absatz rentabler zu machen. Man kommt halt einfach nicht an die Daten ran. Weder wieviele Accounts es gibt noch wieviele davon Multis sind, oder schon wieder aufgehört haben zu spielen, die Verkaufszahlen spielen da nur eine Anhaltsrolle.

Aber danke nochmal für die erste Kritik, mal schaun was sich hieraus noch entwickeln kann.^^
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Zernichter
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Re: Diablo 3 Analysen

Post 03.07.2012, 13:42

Nicht vergessen die Spieler die sich durch den AH-bug ein haufen Gold ercheatet haben
Rasheel
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Re: Diablo 3 Analysen

Post 03.07.2012, 22:28

Hallo,

ich gebe dir einen Tipp, ist nicht böse gemeint:

Hör mit den analysen auf, es macht keinen sinn, du blamierst dich nur selber^^

Es wird eine e-funktion herauskommen, die den Wachstumsvorgang beschreibt. Allerdings müsstest du eine partielle Differntialgleichung mit Nebenbedingungen ansetzen. Das ist selbst für mich schwer. Und selbst wenn du das vor hast, es wird dir nicht viel bringen bringen, da man nebenbedingungen vergessen hat und oder unerwartete ereignisse stattfinden.

Es wird so kommen, dass ein gutes Item immer den gleichen Wert haben wird, und ebenso mit der Inflation mitschwankt.
Nach 1-2 Jahren werden die Spielerzalen drastisch fallen, und man wird wahrscehinlich für 10€ sich einen Inferno Akt 4 Equip kaufen kann. Sein wir doch mal erhlich, die pro Gold/Item farmer, welcher "normale" gamer tut sich das an? Ich denke nciht das die gold oder item farmer zu nehmen, sie werden eher abnehmen oder durch clevere bots ersetzt.

PS: Ich habe nach dem Release sehr viel D3 generdet, kurz nach dem Beginn des Echtgeld autkionshauses habe ich mich beschloßen alle meine 60er items zu verkaufen, Ergebnis waren 230€. Ich finds ziemlich traurig, wie viel mal in ein Spiel stekcen kann, Wenn ich das auf meine Spielzeit hochrechne, habe ich fast 2,50€ pro Stunde gemacht. Dabei hat es am meisten Spaß gemacht Hardcore oder zu leven. Inferno amcht kein Spaß, wird echt langweilig. Naja bb

MfG
mamuschka123
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Re: Diablo 3 Analysen

Post 04.07.2012, 00:26

mamuschka123 wrote:Das ist selbst für mich schwer.


Ohne mich weiter auf deinen Beitrag zu beziehen, wie kann man nur so arrogant sein? .....

Ps: Mit ca. 92h Spielzeit hast du nicht "generdet" und ich denke auch nicht dass man in 92h so gute Items finden kann dass man 230€ macht. Aber jedem das seine.
Lennyy
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Re: Diablo 3 Analysen

Post 04.07.2012, 09:40

Rasheel wrote:Nicht vergessen die Spieler die sich durch den AH-bug ein haufen Gold ercheatet haben

Der nur ein Fake war und nie existierte.
I3aum
Cheeser
 

Re: Diablo 3 Analysen

Post 04.07.2012, 10:34

Hier mal ein Video zum Thema Inflation und Wachstum, es ist schon etwas älter aber gebt dem Mann 3 Minuten und ihr wollt nicht mehr aufhören ihm zuzuhören.

http://www.youtube.com/watch?v=F-QA2rkp ... r_embedded



Zu meinen Vorrednern: Wenn der Graph eine e-Funktion darstellen würde, hier mal die Abbildung dazu: http://www.frustfrei-lernen.de/images/m ... nktion.jpg

y = e hoch x

fällt wohl auf das es meiner zweiten Abbildung zumindest im Endstadium ähnelt. Aber der Beginn der Funktion im negativen liegt. Wobei bei logisches Nachdenken jeder nachvollziehen kann das das nicht sein kann.
Trotzdem würde es mich interessieren wie du genau darauf kommst, quasi wie deine Gedankengänge waren.

Ich möchte nur für dich einmal hervorheben das mein Modell nur eine Abstraktion (Relaxion) ist und keine Validierung, mir ist durchaus bewusst das unvorhersehbare Ereignisse eintreten können, aber Modelle vereinfachen Probleme, ein Abgleich zur Realität sind sie nicht, lediglich eine Annäherung. Die Prüfung ob ein konstanter Tauschwert irgendwann erreicht wird erledigt sich ja von selbst in nächster Zeit^^

Und wenn du findest das ich mich damit lächerlich machen sei es so. Die BWL hat für mein Interessenbereich zu wenig praktische Anwendungen und da tut jede Übung gut, auch mit dem Wissen das meine Schlussfolgerungen vielleicht falsch sind, ich möchte ja auch nur etwas lernen^^

Trotzdem danke für deine Meinung, jede Vermutung von euch und auch Hilfestellungen sind für mich eine Bereicherung, und helfen mir mit dem Thema verständlicher und nachvollziehbarer umzugehen.
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Re: Diablo 3 Analysen

Post 04.07.2012, 11:24

Wie die Auktionsgebühren von 1€ zustande kommen:

Wie schon im ersten Post angedeutet stütze ich mich mit meinen Aussagen lediglich auf Vermutungen und nicht auf bewiesene
Tatsachen.
Im folgenden möchte ich kurz meinen Gedankengang darlegen wie die Gebühren im Echtgeldauktionshaus von 1€ zustande kommen
und welche Auswirkungen sie haben.

Die ersten Vermutungen der hohen Gebühren die ich mir gemacht habe und wohl auch viele andere waren, dass Blizzard
einfach verdammt raffgierig ist und Geld an dem Spiel verdienen will.

Aus spieltechnischer Sicht ergab sich jedoch schnell die Erkenntnis, dass das normale Auktionshaus schon überflutet mit Items
ist und die Option lediglich nach 3 Eigenschaften zu sortieren das Auffinden von gewünschtem Material sehr schwer machte.
Also muss für die Spieler wohl eine Basis geschaffen werden es im Echtgeldauktionshaus übersichtlicher zu gestalten.
Durch die horenden Gebühren würden weniger Leute ihren Crap anbieten und die Qualität der Items die angeboten werden würde stark ansteigen.
Aus mathematischer Sicht:
Gewinn= Erlös-Kosten
Da Die Kosten fix sind ist das Verhältnis vom Erlös zu den Kosten (Wirtschaftlichkeit) besser je mehr das Item Wert ist,
woraus sich ein Verhältnismäßig größerer Gewinn ergibt.
Und unter besseren Handlungsbedingungen wird der Gebrauch dieser Handelsmöglichkeit beliebter.

Da hörte für mich für einen längeren Zeitraum das Grübeln auf.


Bis ich irgendwann zu dem Punkt Ebay kam. Ebay hat einen Mindestverkaufspreis von 1€.
Würden also die Gebühren unter einem Euro liegen, sagen wir bei 50ct könnte man Ingame sicherlich Items mit einem
Verkaufspreis von 75 cent aufffinden. Und so einen "relativ" sicheren Absatz bei Ebay gewährleisten da die Menge an Nachfragern viel
größer ist. Es würde sich also ein rentables Geschäft ergeben.
Aber was kann Blizzard dagegen einzuwenden haben?

Folgende Feststellung:
Sobald jemand Geld auf seinen Account einzahlt hat Blizzard es auf seinem Konto und der Spieler bekommt lediglich eine
Zahl zu seinem Account, diese ist virtuell, es ist kein "echtes" Geld mehr, sondern eine neue Währung wie Chips auf einer
Onlinepokerseite.
Blizzard hat also ohne weiteres geld verdient, welches sich erst wieder von ihrem Konto bewegt sobald es jemand auszahlen lässt.
Dabei bekommt Blizzard doch auf einem Tagesgeldkonto einen festen Gewinn für das eingezahlte Geld je länger es von einem Account
zum anderen wandert. Der eine Euro Transaktionsgebühren spielt da am Gesamtgewinn gar nicht eine so große Rolle.
Würde man die Gebühren runter setzen würde es professionelleres Handeln der Items in Verbindung mit Ebay geben. Und es würde
öfter Geld eingezahlt und ausgezahlt werden.
Dabei sind die Zinsen auf Konten an denen das Geld fest für eine Zeitraum angelegt ist doch noch höher.
Durch die Änderung der Gebühren würden die Transaktionen jedoch nicht mehr berechenbar sein und stark variieren.

Man kommt also doch zu dem Schluss das es wieder nur ums große Geld geht, aber sogar um noch mehr als erst vermutet wurde.

Welche Lösungen sehe ich?
Nun eine ganz einfache Lösung wäre die Transaktionsgebühren auf 25Cent runter zu setzen und dafür den Mindestverkaufspreis auf 1,25€ inklusive der Gebühren zu erhöhen.
So würde die Nutzung erhöht sein, das Problem mit Ebay würde nicht bestehen, die Nutzer sind zufriende, aber Blizzard würde Geld an Transaktionsgebühren verlieren.


Ich hoffe ihr konntet meinen Gedanken folgen. Ich bin mir selbst nicht ganz sicher ob die Behauptungen so alle gut aufeinander aufbauen. Wenn ihr Ideen, Fragen oder Kritik zum
Thema habt meldet euch und grübelt nicht in euch hinein, ich bin auch ncht perfekt und kann mit Sicherheit auch gewisse Faktoren vergessen oder eine zu geringe Gewichtung geben.

Bis zum nächsten mal dann :-D
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